MM: “Anlegen und hinlegen”

Die Nachfrage auf dem deutschen Markt ist stark gestiegen…

“Auf dem eher konservativ ausgerichteten deutschen Markt ist die Nachfrage insbesondere in den letzten Jahren (…) stark gestiegen”, beobachtet Kurt Sarstrup von KPS Invest. “Zusätzlich zu dem allgemeinen ‘Herrlichkeitswert’, den der Besitz einer Ferienimmobilie bietet, steht neben der generellen Orientierung in Sachwerte die Vermietung und die hierdurch erzielbare Rendite immer stärker im Vordergrund. Die Vielzahl der Projekte an Nord- und Ostsee sprechen hierfür eine klare Sache.”

Und auch die Zahlen einer Umfrage unter deutschen Ferienhaustouristen der Firma Homeaway Fewo-Direkt. 56,8 Prozent der in der Studie befragten Immobilieneigner haben ihr Haus in der Zeit von 1999 bis 2009 erworben. Im vergleichsweise ruhigen Zeitraum von 1970 bis 1979 waren es nur 4,6 Prozent. Steigt die Nervosität, steigt also auch das Interesse an Ferienimmobilien.

“Etwa 80 bis 85 Prozent unserer Kunden sind private Investoren, die Ferienimmobilien zur Kapitalanlage erwerben”, das sieht auch Patricia Deneke so. Sie ist Regionsleiterin Ostsee bei NCC Deutschland. “Selbstnutzer gibt es weit weniger. Das liegt nicht zuletzt daran, dass in vielen Fällen die Vermietung an ständig wechselnde Gäste bereits im Bebauungsplan festgesetzt ist.”

Zumal das auch mit den Urlaubsgewohnheiten der Deutschen überein stimmt. Fast 95 Prozent der Deutschen verbringen ihren Urlaub innerhalb Europas, belegt die Umfrage unter deutschen Ferienhaustouristen. Und die andauernde Finanzkrise dürfte diese Entwicklung weiterhin verstärken. “Der Trend und die große Nachfrage nach Ferienimmobilien an der Ostsee wird auch weiterhin anhalten”m sagt Deneke. “Vor dem Hintergrund der Eurokrise werden die einst als eher ‘bieder’ geltenden Ferienorte am Meer für Touristen aus Deutschland zunehmend attraktiv.”

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